30.03.2020, 08:21 Uhr

Liebe Mitglieder der Union Deutscher Heilpraktiker, liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Verbandsanwalt Alexander Diem hat uns über folgende Änderungen der Rechtslage in Kenntnis gesetzt.

Die Landesregierung des Bundeslandes Baden-Württemberg hat die Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erneut geändert. Die neuen Regelungen gelten ab Sonntag, den 29.03.2020.

Neben anderen Regelungen über die Frage der Notbetreuung für Kinder und Poststellen etc. hat die Landesregierung folgendes klargestellt:

“Wenn eine Einrichtung nicht von den Schließungen betroffen ist, haben die […] Einrichtungen mit Kundenverkehr in geschlossenen Räumen darauf hinzuwirken, dass im Rahmen der  örtlichen Gegebenheiten […] darauf hinzuwirken, dass ein Abstand von möglichst 2 Metern, mindestens 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten wird, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind. Davon ausgenommen sind Tätigkeiten, bei denen engere körperliche Nähe nicht zu vermeiden ist. Insbesondere solche im Zusammenhang mit der Erbringung von Heil- und Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln, der Erbringung ärztlicher, zahnärztlicher, psychotherapeutischer, pflegerischer und sonstiger Tätigkeiten der Gesundheitsversorgung und Pflege.”

Ausgehend davon dürfen Naturheilpraxen grundsätzlich weiter betrieben werden. Es muss allerdings dafür gesorgt werden, dass beispielsweise immer nur ein Patient wartet, so dass insoweit der Mindestabstand eingehalten werden kann. Auch müssen selbstverständlich die gesteigerten Hygienerichtlinien eingehalten werden.