Liebe Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker,

bezugnehmend auf die Situation mit dem Coronavirus möchten wir Ihnen folgende Information von unserem Bundesverband weitergeben.

Die Regierungen der Bundesländer haben sich auf Maßnahmen, die dem Schutz der Bevölkerung dienen festgelegt, und dies in allen Bundesländern gleichermaßen.

Das öffentliche Leben wird massiv beeinträchtigt und damit kommt es im Kollegenkreis in vielen Fällen zu erheblicher Verunsicherung.

Die wichtigste Botschaft zuerst, nach Einschätzungen der Spezialisten dauert es ca. 10 – 14 Tage bis beurteilt werden kann, ob die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung in entsprechender Art und Weise greifen.

Bis dahin gilt, sofern keine andere zusätzliche Maßnahme ergriffen wird, dass die Heilpraktiker/innen Ihren Praxisbetrieb aufrechterhalten. Sollte ein Corona Fall in der Praxis auftreten, greifen automatisch die Anordnungen der zuständigen Behörden und das wird in dem Fall die Praxisschließung sein. Die zu ergreifenden hygienischen Maßnahmen sind Ihnen ohne Frage gegenwärtig, und bedürfen keiner weiteren Erörterung.

So lange die zuständige Behörde keine Praxisschließung anordnet gilt trotzdem, dass der Praxisinhaber in Eigenverantwortung, sich über die aktuelle Lage durch öffentliche Medien zu informieren hat. Für den Fall der Schließung oder des Nichtbetriebes sind aufgrund §56 des IFSG Entschädigungen vorgesehen. Hier gilt zu berücksichtigen, entsteht der Schaden schlicht durch fernbleiben der Patienten aufgrund deren Verunsicherung (hier bedarf es wohl einer weiteren politischen Klärung), oder entsteht der Schaden durch die Praxisschließung nach einem Diagnosefall, respektive durch die Erkrankung des Praxisbetreibers selbst.

Die Entschädigung wird dann in Anlehnung an die Steuererklärung des Vorjahres errechnet.

Bitte beachten Sie, dass auch für Corona, Diagnose und Behandlungsverbot laut IFSG bestehen, wie bei den übrigen IFSG gelisteten Erkrankungen.

Eine Erkrankung an Covid 19 ist eine meldepflichtige Erkrankung, die bereits bei Krankheitsverdacht zu melden ist.

Weiterhin werden wir Sie informieren, sofern wir belastbare Informationen zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen erhalten, die Sie in Ihrem alltäglichen Praxisbetrieb betreffen, limitieren usw.

Mit vorzüglicher Hochachtung

UDH Bundesverband

Präsidium

Hartmut Lockenvitz  /  Frank Haseloff

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