Seit dem 16. September sieht die Corona-Verordnung von Baden-Württemberg eine Drei-Stufen-Regelung vor. Ausschlaggebend für die Basis-, Warn oder Alarmstufe sind die Auslastung der Intensivbetten sowie die 7-Tage-Hospilisierungsinzidenz.

Aufgrund der steigenden Inzidenzen gilt seit Mittwoch, den 3. November 2021 die Corona-Warnstufe. Dies führt zu vielen Einschränkungen, insbesondere für nicht-immunisierte Personen, und zwar sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich. So darf sich ein Haushalt nur noch mit fünf weiteren Personen treffen – ausgenommen sind Geimpfte oder Genesene, aber auch Personen unter 18 Jahren oder Personen, die sich aus medinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorliegt. Viele Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (Restaurant, Theater, Kino, Hotels, usw.) sind in der Warnstufe für Ungeimpfte nur noch mit einem gültigen PCR-Test erlaubt. Die aktuellen Corona-Regeln können Sie hier nachlesen.

Wie sehen die Regelungen aber für Naturheilpraxen aus? Welche Bestimmungen gelten für Therapeuten oder Patienten? Grundsätzlich sind medizinisch notwendige Dienstleistungen derzeit von 3G- bzw. 2G-Regelungen ausgenommen. Hierunter fallen auch Behandlungen bei Heilpraktikern. Es besteht also keine Testpflicht für Therapeuten oder Patienten, auch Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Allerdings sind während der Behandlung die Hygieneregeln (Abstand, Mund-Nasen-Schutz, Händedesinfektion, usw.) einzuhalten, die Behandlungsräume sollten regelmäßig gelüftet werden. Selbsttests können unter bestimmten Umständen in Naturheilpraxen beaufsichtigt und bescheinigt werden. Jedoch ist zu beachten, dass diese Tests nur in der Einrichtung gültig sind, in der sie ausgestellt wurden.

Sollten die Inzidenzzahlen weiter ansteigen, tritt die Alarmstufe mit weiteren Beschränkungen in Kraft. In vielen Bereichen gilt dann die 2G-Regel. Ungeimpfte haben somit keinen Zutritt mehr zu öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen. Welche Regelungen dann für medizinisch notwendige Behandlungen gelten, ist noch nicht abzusehen.

Andreas Maier

Ressortleiter für Öffentlichkeitsarbeit und Politik